Das Projekt (Zur Ausstellung 2013 in Kaiserslautern)

Plakat Wand Kunst

Die Kunst kommt zum Publikum, zur Bevölkerung, zu den Menschen, die es nicht gewohnt sind, Museen oder Galerien zu besuchen. Mit diesem Grundgedanken treten wir als Künstler an die Öffentlichkeit indem wir unsere Arbeiten an der Plakatwand zeigen. Die Bilder waren seit 1995 an unterschiedlichen Orten zu sehen: in der Hildapromenade Karlsruhe, im Schlosspark Oxford, in Nottingham, Nancy, Paris, Straßburg oder Prag, in Hildesheim, Bad Boll, im Forschungszentrum Karlsruhe, in Germersheim, Schwäbisch Hall, Schopfheim, Überlingen, Baden-Baden, Nördlingen, Gaggenau, Rastatt und nicht zuletzt dauerhaft in der Raumfabrik Karlsruhe, sowie am Rheinufer in Kehl/Straßburg.

Aus der Initiative Kunst an der Plakatwand, die anfänglich vor allem das Plakat als Massenmedium in Frage gestellt hat, ist die Künstlergruppe Plakat Wand Kunst e.V.  hervorgegangen, die sich zum Ziel gesetzt hat Ausstellungen zu gestalten, Gastkünstler einzuladen und überregionale Zusammenarbeit anstreben, wie heuer in Kaiserslautern.

Gegenwärtig gehören dem Verein 16 renommierte und im Kunstbetrieb fest verhaftete Künstlerinnen und Künstler aus dem süddeutschen Raum und Straßburg an. Speziell für die jeweiligen Projekte gestalten sie in ihren Ateliers die Holzplatten. Jeder Künstler vertritt seine eigene Position und Sichtweise in Bezug auf den Ausstellungsort und eventuelle inhaltliche Themen. Über den individuellen Ansatz hinaus, entsteht  jedoch in der Ausstellung durch das gemeinsame Format und die Struktur der Anordnung eine Einheit und ein beeindruckendes Gesamtergebnis.

Nach Möglichkeit präsentieren sich die beteiligten Künstlerinnen und Künstler zeitgleich in einer Ausstellung mit ihren sonstigen Werken. Dabei wird deutlich, wie das Ausmaß des Formats und das Bewusstsein des direkten Kontakts zum Publikum die Arbeitsweise beeinflussen.

Plakat Wand Kunst ist ein zwar temporäres Projekt, aber ein wiederkehrendes Ereignis. Das zentrale Moment, um das sich die Aktivitäten der beteiligten Künstler dreht, ist der Aufbruch in die Öffentlichkeit.

Wir wünschen der Ausstellung „ein weites Feld“  beste Resonanz, danken den Sponsoren für ihre großzügige Unterstützung und der Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern für die engagierte und fruchtbare Zusammenarbeit.

Sabine Brand Scheffel

Walter Jung

Karlsruhe im Juni 2013